{"id":2007,"date":"2018-04-07T15:10:02","date_gmt":"2018-04-07T13:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/?p=2007"},"modified":"2018-04-07T16:21:23","modified_gmt":"2018-04-07T14:21:23","slug":"lernen-und-wissen-in-der-industrie-4-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/lernen-und-wissen-in-der-industrie-4-0\/","title":{"rendered":"Lernen und Wissen in der Industrie 4.0"},"content":{"rendered":"<h3>Wie die ISO 9001:2015 Revision mit dem neuen Kapitel<br \/>\n\u201eWissen der Organisation\u201c die Grundlage daf\u00fcr bietet?<\/h3>\n<p>Wir schreiben das Jahr 2015, September. Die \u201eInternational Organization for Standardization\u201c \u2013 kurz ISO ver\u00f6ffentlicht die Revision 9001:2015. Immerhin sind weltweit \u00fcber 1.1 Millionen Unternehmen nach der bisherigen g\u00fcltigen Versionen zertifiziert. Davon alleine sind ca. 0.5 Millionen in der Europ\u00e4ischen Union und ca. 56000 Zertifikate in Deutschland vergeben. Unternehmen aller Gr\u00f6ssen und Branchen demonstrieren mit Hilfe dieser Zertifizierung ihre Verpflichtung zur und ihr Streben nach einer konsistent guten Qualit\u00e4t von\u00a0Produkten und Dienstleistungen. \u00a0Durch den Aufbau eines\u00a0Qualit\u00e4ts-managementsystems\u00a0\u00a0profitieren diese Unternehmen\u00a0von einer besseren Kundenorientierung und erreichen eine hohe Kundenzufriedenheit.<\/p>\n<h3>Welches sind die wesentlichen \u00c4nderungen der ISO 9001: 2015?<\/h3>\n<p>Eine\u00a0Grossrevision der ISO 9001 wurde am 23. September 2015 abgeschlossen und ver\u00f6ffentlicht. Sie ersetzt die Revision ISO 9001:2008, bringt einige \u00c4nderungen mit sich und ist von grosser\u00a0Relevanz f\u00fcr viele Unternehmen, die nach ISO 9001 zertifiziert sind oder eine solche Zertifizierung anstreben.<\/p>\n<p>Die neue ISO 9001:2015 bietet Unternehmen vielf\u00e4ltige Chancen, u.a. wurden folgende Themen angepasst<\/p>\n<ul>\n<li>neues Ger\u00fcst der <strong>High Level Structure <\/strong>f\u00fcr alle Management-Normen wird auch in der <strong>ISO 9001:2015 <\/strong>eingef\u00fchrt<\/li>\n<li>der vertiefte prozessorientierte Ansatz, das <strong>risikobasierte Denken<\/strong>, die <strong>interessierten Parteien<\/strong>, das <strong>Umfeld <\/strong>und <strong>Wissen der Organisation <\/strong>sind auf Wunsch und Nachfrage der Anwender hinzugekommen und aufgenommen<\/li>\n<li>die <strong>Steuerung extern bereitgestellter Prozesse, Produkte und Dienstleistungen<\/strong>, das klassische \u201eOutsourcing\u201c erhalten in den kommenden Audits mehr Aufmerksamkeit<\/li>\n<li><strong>Stakeholder-Ansatz:<\/strong> Das Unternehmen muss ihr Umfeld\/ den Kontext ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit verstehen und sich auf die Anforderungen der Stakeholder einstellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Revision sind somit verschiedene Abschnitte und Themen \u00fcberarbeitet worden oder halten Einzug in die Standardisierung, dabei spielt das \u201eWissen\u201c eine grosse Rolle. Dies wird alleine mit der H\u00e4ufigkeit des Wortes \u201eWissen\u201c deutlich, dies tritt im Gegensatz 23mal mehr auf.<\/p>\n<h3>Wissen als zentrale Ressource des Unternehmen erkannt<\/h3>\n<p>Wissen ist in der heutigen Wirtschaft ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Revision der ISO 9001 tr\u00e4gt diesem Umstand Rechnung und fordert einen systematischen Umgang mit Wissen. Dazu geh\u00f6rt, dass notwendige Wissen zur Durchf\u00fchrung der Prozesse festzuhalten, aufrechtzuerhalten und f\u00fcr alle Mitarbeiter verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n<p>Wissen ist somit die zentrale Ressource des Unternehmens, von deren G\u00fcte und Verf\u00fcgbarkeit sowohl die Effizienz der Arbeitsprozesse, als auch der wirtschaftliche Erfolg abh\u00e4ngen. Denn die Qualit\u00e4t der wertsch\u00f6pfenden Prozesse wird wesentlich dadurch unterst\u00fctzt, in welchem Umfang Wissen \u00fcber interne und externe Prozesse und spezifische Erfahrungen vermehrt und zur Verf\u00fcgung gestellt wird (Verweis DIN EN\/ISO 9000:2015, 2.1 Hervorhebung der Autoren \u2013 Wissen als wichtigster Ressource).<\/p>\n<p>Durch Mitarbeiterfluktuation oder Fehler beim Informationsaustausch kann im Unternehmen Wissen verloren gehen und dann ist nicht mehr gew\u00e4hrleistet, dass die erwarteten Ergebnisse (wie die termingerechte Lieferung oder bisherige Qualit\u00e4t der Dienstleistung gegen\u00fcber den Kunden) erreicht werden. Ziel ist, diesen Wissensverlust zu verhindern. Es ist also festzulegen, welches Wissen oder auch welche Erfahrungen f\u00fcr das Unternehmen, bezogen auf die Prozesse, Produkte und Dienstleistungen, relevant und erhaltenswert sind und es ist zu planen, wie man diesen Wissenserhalt realisiert.<\/p>\n<p>Auch das Thema lernende Organisation findet unter 9000:2015, 2.4.1.1 Hervorhebung der Autoren \u2013 mit \u201eOrganisationen haben viele Eigenschaften mit Menschen als einem lebendigen und lernenden sozialen Organismus gemeinsam\u201c.<\/p>\n<p>Die Chancen, die sich dadurch ergeben, sind eindeutig: die ganzheitliche Organisation von Unternehmensprozessen und die kontinuierliche Verbesserung in allen f\u00fcr die Zukunft des Unternehmens relevanten Bereichen.<\/p>\n<p>Hier nimmt die ISO 9001:2015 die st\u00e4ndige Weiterentwicklung in den Fokus: Welches Wissen und welche Informationen das Unternehmen braucht, damit es morgen den Platz im Markt behalten oder ausbauen und weiterhin zeitgem\u00e4sse und attraktive Produkte oder Dienstleistungen anbieten kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2010\" aria-describedby=\"caption-attachment-2010\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2010 size-full\" src=\"http:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/industrie_1.png\" alt=\"industrie_1\" width=\"800\" height=\"154\" srcset=\"https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/industrie_1.png 800w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/industrie_1-320x62.png 320w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/industrie_1-768x148.png 768w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/industrie_1-540x104.png 540w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2010\" class=\"wp-caption-text\">Bild 1 &#8211; Wissen im Kundenprozess<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erfahren Sie mehr im zweiten Teil &#8222;Lernen und Wissen in der Industrie 4.0&#8220;, dort werden folgende Aspekte behandelt.<\/p>\n<ul>\n<li>Wissen der Organisation als Wettbewerbsfaktor nutzen<\/li>\n<li>Transformation und Change<\/li>\n<li>Umsetzung in die Praxis<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wissen der Organisation als Wettbewerbsfaktor nutzen<\/h3>\n<p>Aus Sicht von Lern- und Wissensprozesse ist insbesondere das neue Kapitel 7.1.6 \u201eWissen der Organisation\u201c und Anhang A interessant. Hier wird im neuen Kapitel \u201eOrganisational knowledge\u201c die Wichtigkeit von Wissen im Bezug auf das Qualit\u00e4tsmanagement dargestellt.<\/p>\n<p>Dabei m\u00fcssen folgende Themen mindestens erf\u00fcllt werden, nat\u00fcrlich ist die Umsetzung und die Art und Weise individuell zu bestimmen und in der Praxis der jeweiligen Organisation zu integrieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2019\" aria-describedby=\"caption-attachment-2019\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2019 size-full\" src=\"http:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/industrie_2.png\" alt=\"industrie_2\" width=\"800\" height=\"568\" srcset=\"https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/industrie_2.png 800w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/industrie_2-320x227.png 320w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/industrie_2-768x545.png 768w, https:\/\/www.torstenfell.com\/academy\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/industrie_2-540x383.png 540w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2019\" class=\"wp-caption-text\">Bild 2 &#8211; Wissen im Arbeitsprozess (c) 2016 Torsten Fell<\/figcaption><\/figure>\n<ul>\n<li>Wissen <strong>bestimmen<\/strong>, <strong>aufrecht erhalten<\/strong> und <strong>zur Verf\u00fcgung stellen<\/strong>\n<ul>\n<li>Auszug \u201eDie Organisation muss das Wissen bestimmen, das ben\u00f6tigt wird, um ihre Prozesse durchzuf\u00fchren und um die Konformit\u00e4t von Produkten und Dienstleistungen zu erreichen.\u201c<\/li>\n<li>Auszug \u201eDieses Wissen muss aufrechterhalten und in erforderlichem Umfang zur Verf\u00fcgung gestellt werden.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Zusatzwissen\u00a0erlangen<\/strong>\n<ul>\n<li>Auszug \u201eBeim Umgang mit sich \u00e4ndernden Erfordernissen und Entwicklungstendenzen muss die Organisation ihr momentanes Wissen ber\u00fccksichtigen und bestimmen, auf welche Weise jegliches notwendige Zusatzwissen und erforderliche Aktualisierungen erlangen oder darauf zugegriffen werden kann.\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Mitarbeiterkompetenzen bestimmen, \u00fcberpr\u00fcfen und vermitteln<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Punkte zeigen klar, dass es sich nicht um Allgemeinwissen handelt, sondern um spezielles \u201eKnow-How\u201c, welches typischerweise in der Organisation durch Erfahrung gewachsen ist. Die Organisation sollte darlegen k\u00f6nnen, dass dieses Wissen tats\u00e4chlich \u201esystemisch gesichertes Wissen der Organisation\u201c ist und nicht etwa das \u201eprivate\u201c Wissen einzelner Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Um das erforderliche Wissen zu erlangen, kann die Organisation folgendes betrachten:<\/p>\n<ul>\n<li>Interne Quellen \u2013 Kontinuierlicher Verbesserungsprozesse (KVP), aus Fehlern lernen, Wissenslandkarten, aus erfolgreichen Projekten lernen, Erfassung von nicht dokumentiertem Wissen und Erfahrungen der Experten innerhalb der Organisation.<\/li>\n<li>Externe Quellen \u2013 aus Normen, Konferenzen, Expertennetzwerke, Kongresse, Hochschulen und Wissenserwerb durch Kunden oder Anbieter\/Zulieferer<\/li>\n<\/ul>\n<p>In einer m\u00f6glichen Umsetzung, spielen eine Vielzahl von Beteiligten eine Rolle. Anhand einiger Beispiele soll aufgezeigt werden wie diese einen Ansatz unterst\u00fctzen k\u00f6nnten:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Top Management:<\/strong> Ressourcenplanung, \u00dcbersicht der Know-How-Tr\u00e4ger, \u00dcbersicht externer Entwicklungspartner und Lieferanten, Lizenzgeber<\/li>\n<li><strong>Personalabteilung:<\/strong> Gap-Analysen, Schulungsplanung, Qualifikationsmatrix, Kompetenz\/Skill-Datenbank, Liste k\u00fcnftiger Pension\u00e4re (Nachfolgeplanung), Personalpl\u00e4ne, Einstellungspl\u00e4ne, Schulungspl\u00e4ne, Stellenbeschreibungen, Stellenausschreibungen, Arbeitsplatz nahes Lernen (Kontextsensitiv)<\/li>\n<li><strong>Prozessverantwortliche:<\/strong> Einarbeitungspl\u00e4ne, \u00dcbergabepl\u00e4ne und -programme (Patenschaften), Spezifikationen, Wikis, Reklamationsdatenbank, CRM, Kooperationspartner<\/li>\n<li><strong>Mitarbeiter (in ihrer Rolle als Wissenstr\u00e4ger):<\/strong> Interviews, Motivation sein Wissen zu teilen, Vertretungsregelungen, Nachfolgeregelung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Interessant erscheint mir auch das Thema zuk\u00fcnftige Trends\/Ent-wicklungstendenzen, hier m\u00fcssen ganzheitliche Wissensstrategie entwickelt werden, um Entwicklungen f\u00fcr seine eigenen Gesch\u00e4ftsmodelle einzusch\u00e4tzen und notwendiges Wissen abzuleiten. Wissen ist hierbei immer als Ressource zu betrachten, die es zu bestimmen, aufrecht zu erhalten und zu sch\u00fctzen gilt \u2013 Kapitel 7.1.5 ISO 9001:2015.<br \/>\n<strong><br \/>\n<\/strong>Wichtig erscheint mir damit auch, dass nicht nur der neue Abschnitt zum Thema \u201eWissen der Organisation\u201c unter 7.1.6 eine Rolle in den \u00dcberlegungen einer Neuausrichtung zu Lernen und Wissen im Zusammenhang einer Digitalen Transformation spielt, sondern weitere Abschnitte in den \u00dcberlegungen der Neugestaltung von Lern- und Wissensprozessen ber\u00fccksichtigt werden. Das ist insbesondere in Zeiten der Wandlungsf\u00e4higkeit von Unternehmen eine besondere Herausforderung und Basis. Besonderen Augenmerk sollte man im Bezug auf die neuen Gesch\u00e4ftsmodelle, neu gestaltete Arbeitspl\u00e4tze und Rahmenbedingungen, Prozesse und Produkte und die Services ausgerichtet an den Kunden darstellen.<\/p>\n<p>Hierzu bilden die ISO 9001:2015 in den Unterkapiteln in 7.1 wie \u201ePeople\u201c, \u201eInfrastructure\u201c, \u201eEnvironment for the operation of processes\u201c oder \u201eMonitoring and measuring resources\u201c eine gute Basis. Auch die Kapitel 7.2 \u201eCompetence\u201c oder 7.3 \u201eAwareness\u201c und nicht zuletzt 7.4 \u201eCommunication\u201c oder 5 \u201eLeadership\u201c sind zu ber\u00fccksichtigen und in eine ganzheitliche \u00dcberlegung mit einzubeziehen. Besonders zum Thema 7.2 \u201eKompetenz\u201c sind folgende Punkte interessant, die Organisation muss:<\/p>\n<ul>\n<li>f\u00fcr Personen, die unter ihrer Aufsicht T\u00e4tigkeiten verrichten, welche die Leistung und Wirksamkeit des Qualit\u00e4tsmanagementsystems beeinflussen, die erforderliche Kompetenz bestimmen<\/li>\n<li>sicherstellen, dass diese Person auf Grundlage angemessener Ausbildung, Schulung oder Erfahrung kompetent sind<\/li>\n<li>wo zutreffend, Massnahmen einleiten, um die ben\u00f6tige Kompetenz zu erwerben, und die Wirksamkeit der betroffenen Massnahmen zu bewerten<\/li>\n<li>angemessene dokumentierte Informationen als Nachweis der Kompetenz aufbewahren<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man diese Punkte ernst nimmt, ergeben sich schon jetzt Ansatzpunkte, dass interne Aus- und Weiterbildungsangebote auf die ben\u00f6tigen Kompetenzen der Organisation den Mitarbeitenden zur Verf\u00fcgung zu stellen. Alle diese Aktivit\u00e4ten sind und sollten auf die Kunden ausgerichtet sein. Das neue risikobasierte Denken unterst\u00fctzt hier \u00dcberlegungen und Umsetzungen.<\/p>\n<h3>Transformation und Change<\/h3>\n<p>Diese sind insbesondere in den Transformationsprozessen in den geplanten bzw. durchgef\u00fchrten Change-Aktivit\u00e4ten einzubinden und zu kombinieren. Dazu sind die anstehenden Transformationen in die Industrie 4.0-Denkweise ein geeigneter Zeitpunkt. Die Ver\u00e4nderungen f\u00f6rdern ein neues Denken und die Generierung geeigneter Rahmenbedingungen und die dazu ben\u00f6tigen Kulturen. Agilit\u00e4t, Innovation und Kreativit\u00e4t f\u00f6rdern, die Notwendigkeit \u00fcber Organisations- und F\u00fchrungsstrukturen konkret nachzudenken und zu optimieren. Wissen ist immer an die jeweilige Person gekn\u00fcpft und kann nur zum Teil expliziert werden und damit f\u00fcr andere individualisierbar werden. Umso wichtiger ist es die Change-Prozesse ganzheitlich zu betrachten und zu begleiten. Eine Kultur zu f\u00f6rdern, in der Wissen teilen an der Tagesordnung steht und in der Fehler eine Chance sind sich zu verbessern.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang des Zusatzwissens, w\u00e4ren hier z.B. die Einbindung von Wissen der Zulieferer oder Kooperationspartner zu nehmen. Auch das Wissen von Kunden z.B. in OpenInnovation-Ans\u00e4tze oder in einem gezielten Kunden-Academy-Ansatz k\u00f6nnten hier Umsetzungsvarianten sein.<\/p>\n<p>Interessant finde ich auch die Zusammenh\u00e4nge, zu den im Moment immer wieder diskutierten 70:20:10-Ansatzes. Hier gibt es einige M\u00f6glichkeiten der Vernetzung, z.B. der Umgang und das Bewusstsein der bestehenden informellen Lernprozesse in einer Organisation, die F\u00f6rderung von Austausch und Wissenstransfer von Erfahrungswissen z.B. in Nachfolgeprozesse oder das gezielte Training praxisrelevanter Kompetenzen oder Produktwissen. Hier k\u00f6nnten die ben\u00f6tigen Aktivit\u00e4ten aus der ISO 9001:2015 ber\u00fccksichtigt werden und einfliessen und somit zum Businesserfolg konkret beitragen. Hier sind z.B. Steigerung der Effizient bei Produktentwicklungszyklen oder die Kundenorientierte Bearbeitung von Serviceanfragen in Call Centern eine Rolle spielen. Auch der kontextsensitive Zugang des ben\u00f6tigten Wissens in den Produktionsprozessen erlaubt, die direkte Integration in die Arbeitsprozesse und die aktive Gestaltung von Lern- und Wissensprozessen.<\/p>\n<h3>Umsetzung in die Praxis<\/h3>\n<p>Die beschriebenen Anforderungen sind in dieser Form neu und m\u00f6glicherweise mit nennenswertem Aufwand verbunden. Der Aufwand h\u00e4ngt im Einzelfall davon ab, ob die Organisation bereits jetzt den aktiven Umgang mit Wissen f\u00f6rdert und einfordert. Es bleibt weiterhin abzuwarten, wie die Auditoren das Thema \u201eWissen der Organisation\u201c in ihre Audits integrieren und ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Intelligente Organisation werden zunehmend unabh\u00e4ngig von der ISO 9001:2015 die Themen Wissensaufbereitung, Wissensaustausch und ganzheitliche Wissens- und Lernframeworks aus- und aufbauen. Diese kann dann an den Kunden und Gesch\u00e4ftsmodellen ausgerichtet und am Leben erhalten werden. Somit eine moderne Unternehmenskultur initiieren und erm\u00f6glichen, die in einer sich st\u00e4ndigen wandelten Welt, wandlungsf\u00e4hig bleibt, eine gelebte Fehlerkultur hat, Agilit\u00e4t f\u00f6rdert und Kundenorientiert L\u00f6sungen anbietet und dabei die Mitarbeitenden motiviert dies jeden Tag unter Beweis zu stellen und Ihr Erfahrungswissen auszubauen und zu teilen.<\/p>\n<p>Diese anspruchsvolle Transformation w\u00fcrde nicht zuletzt den Erfolg der Organisation sicherstellen und gleichzeitig die ISO 9001:2015 ber\u00fccksichtigen. Dies w\u00e4re doch eine sch\u00f6ne Aussicht.<\/p>\n<p>Teilen Sie den Artikel in Ihrem Netzwerk, Liken Sie und schreiben Sie Kommentare. In Twitter verwenden Sie <strong>#asktorsten<\/strong> als Hashtag. Ich freue mich.<\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 0.85; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 1900px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lernen und Wissen in der Industrie 4.0<br \/>\nWie die ISO 9001:2015 Revision mit dem neuen Kapitel \u201eWissen der Organisation\u201c die Grundlage daf\u00fcr bietet?<br \/>\nWir schreiben das Jahr 2015, September. 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